Erziehen heißt "freundliches Begleiten"
Erziehung ist nicht nur eine Frage der Vernunft, sondern auch Ihrer
Herkunft und Ihrer eigenen Erfahrungen als Kind. Erziehung schöpft
immer aus der Vergangenheit und weist in die Zukunft. (Weitergabe von
Mustern = Selbstähnlichkeit)
Erziehung heißt nach den Erkenntnissen der modernen
Entwicklungspsychologie:
Mit wachsendem Alter des Kindes immer weniger führen, dafür immer
mehr wachsen lassen durch Begleitung.
(Selbstreflexion und loslassen alter, überwachsener Muster)
Es ist nicht erstrebenswert perfekt zu sein, sondern das eigene Tun
ganzheitlich zu erfahren - "Fehler" oder "Irrtümer"
mit eingeschlossen.
Haltungen im Umgang mit Kindern, die sich als günstig erwiesen
haben:
- Einfühlungsvermögen: Kennen Sie die Bedürfnisse von
Kindern,
in ihre Welt hineinversetzen?
- Sensibilität: Können Sie die Botschaften von Kindern
entschlüsseln?
- Nachdenken über die eigene Rolle: Sich klar werden über
die eigene
Entwicklung, eigene Bedürfnisse und eigene Ziele in der Erziehung. Mut zur
Selbstkritik.
- Zur-Seite-stehen: nicht immer alles vormachen, sondern
abwarten, wie
den ersten Schritt macht.
- Interessierte Distanz: sich nicht in alles einmischen,
kindliche Geheim-
nisse beachten. Widerspruch als Herausforderung begreifen.
- Gefühle annehmen: zulassen, das Kinder Trauer, Ängste oder
Freude
ausdrücken. Das heißt auch: ehrlich mit den eigenen Gefühlen umzugehen.
Erfolgreich ist eine Erziehung immer dann, wenn Sie es schaffen, sich
auf die besondere Persönlichkeit Ihres Kindes einzulassen. und die
Ent-Wicklung dieser Persönlichkeit mit Herz und Verstand zu begleiten.