Die Momente des Göttlichen sind der grundlegende Bestandteil
dessen, was C.G. Jung "Synchronizität" genannt hat. (Übergang
zum Einklang, Blüte)
In einer Synchronizität kommen verschiedene Gegenstände und
Ereignisse zusammen und formen ein unvorhersehbares Gesamtmuster in Raum
und Zeit.
Innerhalb eines solchen Augenblicks bricht die gewohnte
Unterscheidung, die wir zwischen Innen und Außen, zwischen Subjekt und
Objekt, Traum und Realität machen, zusammen...
Synchronizität ist ein verbindendes Prinzip
ähnlich den Sympathien und ein bedeutender Zufall.
Synchronizität erreicht meist dann ihren Höhepunkt,
wenn die psychischen Muster in Begriff sind, aus dem Unbewussten in
das Bewusste einzutreten.
Es gibt Zeiten, in denen unerklärliche Serien von
Synchronizitäten um eine Person herum zu gruppieren scheinen. Sie
stehen oft in engen Zusammenhang mit
Phasen der Wandlung und der Krise.
Synchronizitäten verschwinden normalerweise, wenn das
Individuum sich bewusst wird, dass die Kräfte in seiner Persönlichkeit
eine neue Richtung einschlagen.
Es scheint als erzeuge die innere Umstrukturierung äußere Echos
oder als pflanze sich ein Ausbruch geistiger Energie in der
Außenwelt fort. Synchronizitäten - sinnvolle Zufälle und
verbindende Muster - können hier einen Wandel in Gang bringen,
insbesondere wenn die Möglichkeiten (des alten Verhaltensmusters)
erschöpft sind und alle Energien auf eine letzte Chance gesetzt werden.
Durch Synchronizität gewinnen wir Informationen über
größere verbindende Muster und Einblick in die innere Struktur der
Natur und des Geistes.
Der Raum in dem wir leben wird von Beziehungsfäden
durchzogen, so dass unsere Taten in diesem Netz auf unvorhersagbare
Weise widerhallen und nachschwingen.
Das Bewusstsein entfaltet sich in jedem Augenblick aus einem
Hintergrund aktiver Informationen. Das ewig neue Bewusstsein wirkt auf
die Umgebung zurück (Resonanz und Spannung), verändert sie und schafft
eine neue Realität.
Synchronizität öffnet die Scheunentore zu den tieferen
Schichten des Bewusstseins und der Materie, die für einen
schöpferischen Augenblick den Geist überfluten.
Synchronizitäten
sind Momente, in denen selbst die
alltäglichen Dinge beseelt sind und von innen zu leuchten scheinen.
A.Maslow beschreibt dies mit plötzlichen ekstatischen Augenblicken
großen Glücks, großer Erfurcht und einem Gefühl der Einheit, das zu
heiterer Gemütsruhe und Beschaulichkeit führt. Das Bewusstsein
durchbricht die Schranken der Wirklichkeitsbilder und der menschliche
Geist reicht selbst in die Quelle der Kreativität hinein. Solche
Erfahrungen setzen Sinn, Energie und Kreativität in erheblichen Ausmaß
frei.
Einem für ständige Veränderungen aufgeschlossenen Geist wird
Synchronizität als etwas natürliches erscheinen und bietet einen
Zusammenhang, in dem Geschehnisse einen Sinn erhalten... und ein
verbindender Strom fließt (manchmal erst im nachhinein).
Durch das kausale Denken hat sich das Individuum von der Urquelle der
Kreativität abgeschnitten, so dass Synchronizität heute ein seltener
Vorgang ist.