Synchronizität

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Synchronizität   (Kooperation mit der Evolution)

Zusammenfassung von "Kern-Sätzen" des Buchs "Kooperation mit der Evolution", Eugen Diederichs Verlag, München 1999

Die Momente des Göttlichen sind der grundlegende Bestandteil dessen, was C.G. Jung "Synchronizität" genannt hat. (Übergang zum Einklang, Blüte)

In einer Synchronizität kommen verschiedene Gegenstände und Ereignisse zusammen und formen ein unvorhersehbares Gesamtmuster in Raum und Zeit.

Innerhalb eines solchen Augenblicks bricht die gewohnte Unterscheidung, die wir zwischen Innen und Außen, zwischen Subjekt und Objekt, Traum und Realität machen, zusammen...

Synchronizität ist ein verbindendes Prinzip ähnlich den Sympathien und ein bedeutender Zufall.

Synchronizität erreicht meist dann ihren Höhepunkt, wenn die psychischen Muster in Begriff sind, aus dem Unbewussten in das Bewusste einzutreten.

Es gibt Zeiten, in denen unerklärliche Serien von Synchronizitäten um eine Person herum zu gruppieren scheinen. Sie stehen oft in engen Zusammenhang mit

Phasen der Wandlung und der Krise.

Synchronizitäten verschwinden normalerweise, wenn das Individuum sich bewusst wird, dass die Kräfte in seiner Persönlichkeit eine neue Richtung einschlagen.

Es scheint als erzeuge die innere Umstrukturierung äußere Echos oder als pflanze sich ein Ausbruch geistiger Energie in der Außenwelt fort. Synchronizitäten - sinnvolle Zufälle und verbindende Muster - können hier einen Wandel in Gang bringen, insbesondere wenn die Möglichkeiten (des alten Verhaltensmusters) erschöpft sind und alle Energien auf eine letzte Chance gesetzt werden.

Durch Synchronizität gewinnen wir Informationen über größere verbindende Muster und Einblick in die innere Struktur der Natur und des Geistes.

Der Raum in dem wir leben wird von Beziehungsfäden durchzogen, so dass unsere Taten in diesem Netz auf unvorhersagbare Weise widerhallen und nachschwingen.

Das Bewusstsein entfaltet sich in jedem Augenblick aus einem Hintergrund aktiver Informationen. Das ewig neue Bewusstsein wirkt auf die Umgebung zurück (Resonanz und Spannung), verändert sie und schafft eine neue Realität.

Synchronizität öffnet die Scheunentore zu den tieferen Schichten des Bewusstseins und der Materie, die für einen schöpferischen Augenblick den Geist überfluten.

Synchronizitäten sind Momente, in denen selbst die alltäglichen Dinge beseelt sind und von innen zu leuchten scheinen.

A.Maslow beschreibt dies mit plötzlichen ekstatischen Augenblicken großen Glücks, großer Erfurcht und einem Gefühl der Einheit, das zu heiterer Gemütsruhe und Beschaulichkeit führt. Das Bewusstsein durchbricht die Schranken der Wirklichkeitsbilder und der menschliche Geist reicht selbst in die Quelle der Kreativität hinein. Solche Erfahrungen setzen Sinn, Energie und Kreativität in erheblichen Ausmaß frei.

Einem für ständige Veränderungen aufgeschlossenen Geist wird Synchronizität als etwas natürliches erscheinen und bietet einen Zusammenhang, in dem Geschehnisse einen Sinn erhalten... und ein verbindender Strom fließt (manchmal erst im nachhinein).

Durch das kausale Denken hat sich das Individuum von der Urquelle der Kreativität abgeschnitten, so dass Synchronizität heute ein seltener Vorgang ist.

 

 
 
Kreativität beginnt damit, neuen Impulsen Raum zu geben und Zufälle wirken zu lassen